In der festlichen Atmosphäre von St. Anna erklingt Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, BWV 248, Teil II: „Und es waren Hirten in derselben Gegend“.
Am 1. Weihnachtstag, dem 25. Dezember 2024, findet um 10 Uhr in St. Anna Augsburg ein festlicher Kantatengottesdienst statt. Aufgeführt wird aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium ( BWV 248) der zweite Teil „Und es waren Hirten in derselben Gegend“.
Der Madrigalchor bei St. Anna und die Capella St. Anna gestalten das musikalische Programm unter der Leitung von Kantor Johannes Eppelein. Begleitet werden sie von den Solist:innen Carolin Jurkat (Sopran), Theresa Holzhauser (Alt), Philipp Nicklaus (Tenor) und Matthias Lika (Bass).
Die Predigt und Liturgie übernehmen Pfarrerin Snewit Aujezdsky, Pfarrer Thomas Hegner und Pfarrer Benjamin Lorenz.
Herzliche Einladung! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Der Vorverkauf für das diesjährige Weihnachtskonzert in St. Anna hat begonnen. Am Sonntag, den 8. Dezember um 17 Uhr werden Puccinis „Messa di Gloria“ und Rutters „Magnificat“ aufgeführt. Karten sind ab sofort über den Ticketanbieter Reservix erhältlich. Sichern Sie sich Ihre Plätze bequem online oder an einer der Vorverkaufsstellen.
Musikalisches Programm: Hommage an Puccini und Rutter
Der Madrigalchor bei St. Anna widmet das Konzert dem 100. Todestag von Giacomo Puccini (1858–1924). Seine „Messa a 4 voci con orchestra,“ besser bekannt als „Messa di Gloria,“ beeindruckt durch emotionale Melodien, die Puccinis Operneinfluss widerspiegeln. Das Gloria, als zentrales Stück der Messe, ist eng mit der Weihnachtsgeschichte verbunden, in der die Engel den Hirten Frieden und Gottes Ehre verkünden („Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden“, Lk 2,14). Trotz seiner opernhaften Qualitäten behält das Werk eine Tiefe, die Fans klassischer geistlicher Musik anspricht, ohne dabei an Intensität zu verlieren.
John Rutters „Magnificat“ aus dem Jahr 1990, bekannt für seinen filmischen Stil, ergänzt das Programm. Rutter verbindet dynamische Blechbläser und Percussion mit sanften Momenten, etwa durch die Kombination von Harfenklängen und zartem Soprangesang. Der Text des „Magnificat“ bietet eine eindrucksvolle Spannungsbreite, die Rutter musikalisch greifbar macht – von „Er stößt die Gewaltigen vom Thron“ bis „und erhebt die Niedrigen“ (Lk 1,52).
Karten können online unter reservix.madrigalchor-augsburg.de, telefonisch unter 0761-88849999 oder an den bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen erworben werden. Eine Barzahlung ist auch im Kirchenmusikbüro, Fuggerstraße 8, möglich. Preise: 42 €/35 €/28 €/20 €/12 € (ermäßigt: 35 €/28 €/20 €/12 €/8 €). Ermäßigungen gelten für Personen bis 30 Jahre und Menschen mit Behinderung (GdB ab 60%). Begleitpersonen mit Eintrag haben freien Eintritt.
Einführungsveranstaltung: Musikalische und theologische Perspektiven
Am 27. November um 19:30 Uhr findet im Evang. Forum Annahof ein Einführungsabend statt, der tiefere Einblicke in die Werke von Puccini und Rutter bietet. Pfarrerin Bettina Böhmer-Lamey und Kantor Johannes Eppelein erläutern die musikalischen und theologischen Hintergründe der Kompositionen.
Am 22. Juni 2024 lädt die Lange Kunstnacht in Augsburg wieder zu einem unvergesslichen Abend voller Kunst und Kultur ein. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist das Konzert „Fides Cantat – Der Glaube singt“, das um 19:00 Uhr und 19:30 Uhr in der St. Anna-Kirche stattfindet.
Im Jahr 2024 feiert das evangelische Gesangbuch sein 500-jähriges Jubiläum. Der Madrigalchor bei St. Anna lädt zu einer musikalischen Zeitreise ein, die zu den Ursprüngen des Gesangbuchs zurückführt und die reiche Tradition der Kirchenmusik in St. Anna durch die Jahrhunderte beleuchtet. Die Reise wird geprägt von Vertonungen des Friedenshymnus „Da pacem, Domine“ bzw. „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und umfasst Chorsätze vom Luther-Choral bis hin zu modernen geistlichen Liedern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Chormusik, die seit etwa 1550 von den 24 Annakantoren in Augsburg komponiert wurde, von Adam Gumpelzhaimer bis Johannes Eppelein.
Tickets und weitere Informationen zum Konzert des Madrigalchor bei St. Anna finden Sie auf der offiziellen Website der Langen Kunstnacht: langekunstnacht.de.
Beim Gottesdienst am Pfingstsonntag, 19. Mai um 10 Uhr steht in St. Anna in Augsburg die Kirchenmusik im Mittelpunkt. Zur Aufführung kommt die Kantate Nr. 74 „Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ von Johann Sebastian Bach.
Am Pfingstsonntag steht in St. Anna in Augsburg die Kirchenmusik im Mittelpunkt. Es wird die Kantate Nr. 74 „Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Der Madrigalchor bei St. Anna musiziert zusammen mit der Capella St. Anna und den Solisten Alexandra Steiner (Sopran), Franziska Bader (Alt), Manuel Ried (Tenor) und Maximilian Lika (Bass), unter der Leitung von Kantor Johannes Eppelein. Pfarrer Thomas Hegner hält die Predigt zur Kantate.
Alexandra SteinerFranziska BaderManuel RiedMaximilian Lika
Die Kantate Nr. 74 basiert auf der Kantate Nr. 59, die Bach 1724 aufführte und für sein zweites Pfingstfest in Leipzig erweiterte. Aus einem Duett entstand ein festlicher Eingangschor für Chor, drei Trompeten, Pauken, drei Oboen und Streicher. Besonders hervorzuheben sind die anspruchsvollen Arien für Tenor („Kommt, eilet, stimmet Sait und Lieder“) und Alt („Nichts kann mich erretten von höllischen Ketten“). Der Tenor besingt die Vorfreude auf das Wiedersehen mit Jesus Christus, basierend auf dessen Ankündigung „Ich gehe hin und komme wieder zu euch.“ In der Alt-Arie wird die Befreiung von „höllischen Ketten“ durch schnelle Akkordbrechungen in der Solo-Violine und Altstimme dargestellt.
Die Kantate endet mit dem Choral „Kein Menschenkind hier auf der Erd ist dieser edlen Gabe wert“, der zweiten Strophe eines heute unbekannten Pfingstliedes von Paul Gerhardt.
500 Jahre Gesangbuch. Dieses besondere Jubiläumsjahr stand für den Madrigalchor bei St. Anna unter besonderen Vorzeichen. Vom 19. bis 21. April 2024 war der Chor auf eine musikalische Reise nach Wittenberg und Torgau eingeladen.
Diese beiden Städte, verankert in den Geschichtsbüchern als Ursprung der Reformation, bieten nicht nur ein reiches kulturelles Erbe. Eben in diesem Jubiläumsjahr auch ein außergewöhnliches musikalisches Ereignis: fides cantat. „Fides cantat – der Glaube singt“ steht für zehn renommierte Chöre aus allen Teilen Deutschlands. Sie reisen nach Torgau und Wittenberg, um an den Ursprungsorten der evangelischen Kirchenmusik jeweils einen Gottesdienst und ein Konzert zu gestalten.
Wittenberg, Torgau, Augsburg und die Reformation
Die Verbindung zwischen Wittenberg, Torgau und Augsburg, die in unterschiedlicher Hinsicht eine Schlüsselrolle in der deutschen Geschichte einnehmen, ist nicht zu übersehen. Während Augsburg als Zentrum der Reformation im süddeutschen Raum eine wichtige Rolle spielte, ist vor allem Wittenberg untrennbar mit den Anfängen der Reformation und dem Wirken von Martin Luther verbunden.
Proben am Vormittag
Diese Konzertreise war somit für den Madrigalchor bei St. Anna nicht alleine von 500 Jahren evangelischer Kirchenmusik geprägt, sondern erinnerte auch an die historische Bedeutung der drei Städte als Epizentrum der Reformationsbewegung. Am Samstagvormittag wurde geprobt …
Erholung und Entspannung am Nachmittag
… während der Nachmittag eine wunderbare Gelegenheit zur Erholung und Entspannung bot. Einige nutzen die Zeit, um an einer Stadtführung teilzunehmen, während andere vor dem Konzert noch einmal in sich gingen.
Konzert in der Schlosskirche Wittenberg
Der musikalische Auftakt unserer Reise erfolgte dann am Abend in der imposanten Schlosskirche zu Wittenberg. Unter den ehrwürdigen gotischen Gewölben, einst Schauplatz von Martin Luthers Predigten, erklangen Werke aus 500 Jahren evangelischer Kirchenmusik.
Gottesdienst in der Schlosskirche im Schloss Hartenfels
Am darauffolgenden Morgen setzten wir unsere Reise fort und begaben uns nach Torgau. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Schlosskirche im Schloss Hartenfels durften wir den feierlichen Gottesdienst musikalisch gestalten. Die Predigt hielt Regionalbischof Dr. Dr. h.c. Johann Schneider.
Diese Konzertreise war weit mehr als nur Musik. Die intensive Probenarbeit in den Wochen davor und unsere Auftritte in Wittenberg und Torgau waren für den Chor eine Reise durch die verschiedenen Epochen der Kirchenmusik und eröffneten die tiefsinnige Verbindung zwischen Musik und Reformation. In den beiden Schlosskirchen in Wittenberg und Torgau manifestierte sich diese greifbar, bei dem jeder Ton ein lebendiges Zeugnis unseres Glaubens wurde. Die Verschmelzung historischer Bedeutung mit musikalischer Geschichte machte diese Konzertreise für uns am Ende zu einem unvergleichlichen Erlebnis.